Der Anfang des Projekts


Menschen suchen ihr Leben lang auf vielen Wegen, Umwegen und Irrwegen nach einem warmen Nest, nach eienm vertrauten Schlupfwinkel, nach einem behaglichen Hafen. Sie suchen ein Dach überm Kopf, einen Tisch, ein wenig Brot und ein wenig Wein, ein gutes, offenes, warmes, gastfreundliches Herz, eine stille menschliche Gegenwartr und ein Lied am Abend und am Morgen.
Wo Menschen miteinander und füreinander leben, wird das ärmste Haus ein behagliches Zuhause. Wer aber kein Zuhause hat ist sein Leben lang auf der Suche nach Geborgenheit, auf der Suche nach Menschen, die ihn aufnehmen und gerne haben.
Eine freundliche Aufnahme und herzliche Gastfreundschaft erlebte ich während meiner Studienzeit in Hohenems, Vorarlberg, ÖSterrreich. Die Herzwenswärme, Geborgenheit, den Familiensinn und das Gefühl in den eigenen vier Wänden geborgen zu sein erlebte ich hautnah während der Advent- und Weihnachtszeit . In Häusern und Küchen kommt adventliche Stimmung auf: Es wird geschmckt, der Duft vom Backen zieht durch das ganze Haus, am Abend sitzt man beim Adventkranz und singt besinnliche Lieder. Der heilige Abend mit bunt geschmückten Christbaum, die Krippe mti den fein geschnitzten Figuren und die vielen schön verpackten Geschenke für all unsre Lieben schmücken unsere Häuser. In diesen tagen sind unsere Häuser und Wohnungen so richtig zum Wohlfühlen. Jetzt sind wir gern daheim wie kaum zu einer anderen Jahreszeit. Wir laden nahe Verwandte, gute Freunde und Bekannte ein. Diese Gäste machen unsere Wohnungen und Häuser noch kostbarer, zu wirklichen Räumen unseres gemeinsamen Lebens.
Wir laden nahe Verwandte, gute Freunde und Bekannte ein. Diese Gäste machen unsere Wohnungen und Häuser noch kostbarer, zu wirklichen Räumen unseres gemeinsamen Lebens. Mit diesen guten Erlebnissen kehrte ich nach meinem Studium und anschließender Priesterweihe in meine Heimat Indien zurück und begann die Seelsorge in meiner Heimatdiözese. Da erlebte ich die bittere Armut in meiner Gemeinde. Tief geschockt war ich als ich die armseligen Hütten sah, in denen meine Pfarrmitglieder in menschenunwürdigen Bedingungen leben. Die Hütten sahen so aus: Die vier Wände aus Karton und Bambusrohren, das Dach aus Kokos-und Bananenpalmblättern und ein gestampfter Lehmboden.
Die Güte und die Menschenfreundlichkeit, die ich 5 Jahre lang in Österreich erlebte, forderte mich auf zu handeln. Mein Entschluss stand fest: Diesen obdach- und arbeitslosen, armen Menschen ein Dach überm Kopf zu ermöglichen, ein kleines bescheidenes Haus, das viel Jahre dem dreimonatigen Monsumregen standhält - "Option für die Armen".
Das erste Haus baute ich mit meinem Primizgeld, das für ein Motorrad bestimmt war. Es ist unbeschreiblich wir glücklich diese Familie und ich war. Diese Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer und Bittbriefe kamen von nah und fern. Ich habe vielen ein Zuhause versprochen. Woher aber das Geld nehmen? Doch meine Patengemeinde Hohenems ließ mich nicht im Stioch. Durch ihre Unterstützung konnte ich noch ein paar Familien glücklich machen. Ich war tief berührt als eine der glücklich beschenkten Familien zu mir sagte: "Durch die Gebefreudigkeit der gutherzigen Mitchristen aus deiner Patengemeinde ist der Traum meiner Familie in Erfüllung gegangen. Wir haben ein wunderschönes Zuhause. Durch euch haben wir die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes sichtbar erfahren. Wir haben nicht Gold und Silber, um es euch zu vergelten. Ich und meine Kinder werden an euch denken und für euch beten". 
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